Beispiele

Gelungene Projekte sind die beste Werbung für die Gebäudesanierung. Hier sollen sie präsentiert werden.

Unsere Beispiele zeigen Lösungen und Akteure

Die Beispiele dieser Qualitätsplattform sollen nicht nur schöne Häuser zeigen, sondern auch informieren, wie die Mitglieder unserer Plattform spezielle Herausforderungen gelöst haben.

Mit der Verlinkung zu den Steckbriefen der beteiligten Firmen wird diese Beispielsammlung zur Fundgrube und schafft Vertrauen in die Lösungskompetenz der Anbieter.

Erste Projekte und Detailinformationen sind bereits eingelangt, die Sammlung wird laufend ergänzt. Referenzprojekte finden Sie auch auf der Seite Anbieter

Sanierungsprojekte


© Schöberl & Pöll GmbH


GEBÄUDE
Eigentümer:
Brun Immobilien – Verwaltung und Vermittlung
Standort: 1150 Wien, Mariahilfer Straße 182
Gebäudetyp: Gemischt Wohnen/Nichtwohnen
Errichtungsjahr Bestandsgebäude: 1872
Sanierung fertiggestellt: 2018
Bildmaterial: Sanierung Mariahilfer Straße 182

HIGHLIGHTS
Welche Probleme wurden besonders gut gelöst:

  • Erhaltung einer gegliederten Fassade mit Aerogel Außenwandputz, weitere Fassaden mit Hanfdämmung. Der Aerogelputz ist eine am Markt verfügbare und in Projekten erprobte Möglichkeit, den Wärmeschutz von gegliederten Fassaden zu verbessern. In diesem Projekt konnten die bautechnischen und gestalterischen Anforderungen voll erfüllt werden. Der Wärmeschutz blieb etwas hinter den Erwartungen zurück, die Ergebnisse des Langzeitmonitorings werden publiziert.
  • Denkmalschutzkonformer außenliegender Sonnenschutz.
  • Dachgeschossausbau in Passivhausneubaustandard. 

EnerPHit Sanierung: Zertifizierung des Passivhaus Institut Darmstadt, wobei die Verwendung von Passivhauskomponenten umfassend bewertet wird, um wesentliche Verbesserungen hinsichtlich Komfort, Energieeinsparung und Bauschadensfreiheit zu erreichen.

ZIELE
Wünsche des Bauherrn: Nachhaltige Sanierung nach Gasexplosion (2014), Erhalt der Fassade
Motivation für die Sanierung: Zukunftssicherheit
Planungsziel: Nachhaltigkeit und EnerPHit-Zertifizierung (Passivhaus-Sanierung)

PLANUNG: BETEILIGTE ARCHITEKTEN, UNTERNEHMEN
Planung Hochbau/Sanierung: Trimmel Wall Architekten ZT GmbH
Planung HKLS: Baldauf Gebäudetechnik GmbH
Energieausweis: Schöberl & Pöll GmbH
Planung Elektro: BPS Engineering
Bauphysik: Schöberl & Pöll GmbH
Örtliche Bauaufsicht: Trimmel Wall Architekten ZT GmbH

AUSFÜHRUNG: BETEILIGTE UNTERNEHMEN
Baumeisterarbeiten:
Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H.
Zimmerarbeiten: Graf-Holztechnik GmbH
HKLS Installationen: Baldauf Gebäudetechnik GmbH
Fenster, Türen: Felbermayer Fenster GmbH
WDVS: RÖFIX AG
Trockenbau: GARANT BAU GmbH

ANGABEN ZUM GEBÄUDE
Größe (BGF) nach der Sanierung: 2250,1
Bauweise: Massivbau
Monitoring, Verbrauchsdaten nach Sanierung: Ja
Heizwärmebedarf/ vorher [kWh/m2,a]: 114,8
Heizwärmebedarf/ nachher: 7,65
CO2 [CO2/m2,a]: 14,33

MAßNAHMEN GEBÄUDEHÜLLE
Dämmung:
Dämmung „alternativ“
Fensterqualität: Passivhausstandard 3-Scheiben
Besonderheiten, spezielle Lösungen: Erstmalig in Wien: Hochwärmedämmender Aerogelputz: Nachbildung und Renovierung der Zierglieder (Fassade)
Luftdichtigkeitskonzept, (Luftdichtheitstest n50): Planung und Nachweis
Verbesserung des Komforts im Sommer: Außenverschattung (Schutz vor sommerlicher Erhitzung)
Balkon, Terrassen: zugebaut

MAßNAHMEN HAUSTECHNIK
Warmwasser: mit Heizung
Lüftung: Kontrollierte Lüftung zentral
Aufzugeinbau: Ja

MAßNAHMEN ENERGIEEFFIZIENZ UND ERNEUERBARE ENERGIE
Energieeffizienz: Energieeffiziente Haustechnik und Beleuchtung

TESTIMONIALS
Publikation: Vorzeige-Quartierserneuerung hinsichtlich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
Zertifikate, Auszeichnungen: klimaaktiv Gold | EnerPHit Classic | Erster Platz beim Wiener Stadterneuerungspreis 2018 | Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2019 | FIABCI Prix d`excellence Austria 2020, in der Kategorie Altbau


© Ing. Andreas Kronberger


GEBÄUDE
Eigentümer:
Robert Liska & Andreas Kronberger
Standort: 1020 Wien, Eberlgasse 3
Gebäudetyp: Mehrfamilienhaus
Errichtungsjahr Bestandsgebäude: 1888
Sanierung fertiggestellt: 2013
Bildmaterial: Sanierung Eberlgasse

HIGHLIGHTS
Welches Problem wurde besonders gut gelöst:

  • Erste Sanierung auf Passivhausstandard in Wien: Sanierung der Fassade auf Passivhausqualität
  • Einbau Komfortlüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung
  • Grundwasserwärmepumpe, Photovoltaik
  • Die Sanierung erfolgte im bewohnten Zustand. 

Das Projekt ist gut dokumentiert und zeigt Möglichkeiten, die auch für andere Sanierungen interessant sind, auch wenn der Passivhausstandard nicht angezielt wird. Wobei derart kompakte Bauformen günstiger als z.B. Einfamilienhäuser sind, um den Passivhausstandard zu erreichen – günstig für die „Restwärmeversorgung“ mit Wärmepumpe. 

ZIELE
Wünsche des Bauherrn: Gesamtheitliche Sanierung unter Anwendung innovativer technischer und organisatorischer Lösungen
Motivation für die Sanierung: Zukunftssicherheit
Planungsziel: Leitprojekt „Gründerzeit mit Zukunft“
Beratung: Passivhaussanierung

PLANUNG: BETEILIGTE ARCHITEKTEN, UNTERNEHMEN
Planung Hochbau/Sanierung: Schöberl & Pöll GmbH
Planung HKLS: MANSCHEIN Ing. Siegfried Heizung-Lüftung-Sanitär GmbH
Energieausweis: Schöberl & Pöll GmbH
Planung Elektro: GROUP SZ-Elektro Planung
Bauphysik: Schöberl & Pöll GmbH
Örtliche Bauaufsicht: Ing. Andreas Kronberger

AUSFÜHRUNG: BETEILIGTE UNTERNEHMEN
Baumeisterarbeiten:
RA-Bau & Co GmbH
Zimmerarbeiten: PSP Holz GmbH
Fenster, Türen: PSP Holz GmbH
Trockenbau: GARANT BAU GmbH
Weitere Ausführende: RÖDER Albert (Statik) | GROUP SZ-Elektro Planung | WEISGRAM August GmbH (Elektro) | CWE Wohnbau GmbH (Fassade)

ANGABEN ZUM GEBÄUDE
Größe (BGF) nach der Sanierung: 945,47
Bauweise: Massivbau
Monitoring, Verbrauchsdaten nach Sanierung: Erfassung der Ressourcen- und Energieverbrauchsstruktur, Betriebsmonitoring, Vergleich Komfortparameter
Heizwärmebedarf/ vorher [kWh/m2,a]: 178
Heizwärmebedarf/ nachher: 6,92
CO2 [CO2/m2,a]: 13,032

MAßNAHMEN GEBÄUDEHÜLLE
Dämmung:
Dämmung EPS, XPS, Mineralfaser
Fensterqualität: Passivhausstandard 3-Scheiben
Besonderheiten, spezielle Lösungen: Hochwertige Dämmung der Kellerdecke
Luftdichtigkeitskonzept, (Luftdichtheitstest n50): Planung und Nachweis
Verbesserung des Komforts im Sommer: Außenliegende Verschattung der Fenster auf Südseite (Schutz gegen sommerliche Überhitzung)
Balkon, Terrassen: zugebaut

MAßNAHMEN HAUSTECHNIK
Heizung:
Wärmepumpe Grundwasser
Warmwasser: mit Heizung
Lüftung: Kontrollierte Lüftung mit WRG dezentral
Elektroinstallation und Regelungstechnik: Lastmanagement Erneuerbare und Speicher
Aufzugeinbau: Ja

MAßNAHMEN ENERGIEEFFIZIENZ UND ERNEUERBARE ENERGIE
Energieeffizienz: Hochenergieeffiziente Haushaltsgeräte, Beleuchtung
PV-Anlage: 7,8 kWp
Umweltwärme, Geothermie: Grundwasser-Wärmepumpe
Energiespeicherung, Flexibilität: Wärmespeicher für Heizkreis und Warmwasserversorgung

TESTIMONIALS
Aussagen von NutzerInnen:
Hohe Zufriedenheit durch enge Einbindung (Sanierung im bewohnten Zustand)
Sonstige: Die gesamte Sanierung inkl. Totalsanierungen der Wohnungen erfolgte im bewohnten Zustand. Dabei wurde das Vorhaben eng mit allen BewohnerInnen abgestimmt: Während ihrer einander koordinierten Abwesenheiten (Urlaube) wurde die jeweilige Wohnung saniert.
Publikation: Ermittlung und Evaluierung der baulichen Mehrkosten von Passivhausprojekten
Zertifikate, Auszeichnungen: klimaaktiv Gold (1000 von 1000 Punkten)


© Schöberl & Pöll GmbH


GEBÄUDE
Eigentümer:
Dachverband der österreichischen Sozialversicherungen
Standort: 1030 Wien, Kundmanngasse 21
Gebäudetyp: Nichtwohnbau
Errichtungsjahr Bestandsgebäude: 1973
Sanierung fertiggestellt: 2020
Bildmaterial: Sanierung Kundmanngasse

HIGHLIGHTS
Welches Problem wurde besonders gut gelöst:

  • Passivhaus-Sanierung
  • Energieeffizienz
  • Nachhaltigkeit

Ein Beispiel, das zeigt, wie ein Gebäude aus den 70-er Jahren, also der Zeit vor der ersten „Energiekrise“ nachgerüstet werden kann, wobei von der PV-Anlage bis zum Aufzug mit Energierückgewinnung viele vorbildhafte Maßnahmen realisiert wurden. 

ZIELE
Motivation für die Sanierung:
Zukunftssicherheit
Planungsziele: Energieeffizienz, Modernes Bürogebäude

PLANUNG: BETEILIGTE ARCHITEKTEN, UNTERNEHMEN
Planung Hochbau/Sanierung: Architekten Chaix & Morel et associés (Paris) und Arch. DI Christian Pichler (Wien)
Planung HKLS: ZFG – Projekt GmbH
Energieausweis: Schöberl & Pöll GmbH

AUSFÜHRUNG: BETEILIGTE UNTERNEHMEN
Baumeisterarbeiten:
HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft, ÖSTU-STETTIN Hoch und Tiefbau GmbH u.a.
Zimmerarbeiten: Overtec GmbH
HKLS Installationen: Dipl. Ing. Anton Hofstätter GesmbH

ANGABEN ZUM GEBÄUDE
Größe (BGF) nach der Sanierung: 15152
Bauweise: Massivbau
Monitoring, Verbrauchsdaten nach Sanierung: Ja

MAßNAHMEN GEBÄUDEHÜLLE
Dämmung:
Dämmung „alternativ“
Fensterqualität: Passivhausstandard 3-Scheiben
Luftdichtigkeitskonzept, (Luftdichtheitstest n50): Planung und Nachweis

MAßNAHMEN HAUSTECHNIK
Heizung:
Anschluss Fernwärme
Warmwasser: mit Heizung
Kühlung: Free Cooling Erdsonden
Lüftung: Kontrollierte Lüftung mit WRG zentral
Elektroinstallation und Regelungstechnik: Lastmanagement
Aufzugeinbau: Ja, mit Energierückgewinnung

MAßNAHMEN ENERGIEEFFIZIENZ UND ERNEUERBARE ENERGIE
Energieeffizienz: Nullenergie
PV-Anlage, kW Peak: 148,24 kWp

TESTIMONIALS
EnerPHit Plus, klimaaktiv Gold (996 von 1000 Punkten), Nominierung BIPV-Award 2020

GEBÄUDE
Eigentümer:
Wiener Wasser
Standort: 1050 Wien, Grabnergasse
Gebäudetyp: Nichtwohnbau
Errichtungsjahr: 60-er Jahre

HIGHLIGHTS
Welches Problem wurde besonders gut gelöst:

  • Kombination von Sanierung und Begrünung

Ein Beispiel, das zeigt, wie ein Gebäude aus den 60-er Jahren mit einem 800 m² großen, vertikalen „Garten“ einen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas und der Sommertauglichkeit leisten kann – und gleichzeitig der Energiestandard auf bestes Niveau angehoben wird. 

ZIELE
Planungsziele: Energieeffizienzsteigerung

PLANUNG: BETEILIGTE ARCHITEKTEN, UNTERNEHMEN
Planung Hochbau/Sanierung: RATAPLAN – Architektur ZT GmbH
Energieausweis und Bauphysik: Schöberl & Pöll GmbH
Örtliche Bauaufsicht: RATAPLAN – Architektur ZT GmbH

AUSFÜHRUNG: BETEILIGTE UNTERNEHMEN
Vertikaler Garten: Frey Metalltech GmbH, NEULAND Garten & Landschaftsbau Brunnauer e.U.

ANGABEN ZUM GEBÄUDE
Größe (BGF): 6100 m²
Bauweise: Massivbau
Heizwärmebedarf nachher: 9,1 kWh/m²a

MAßNAHMEN GEBÄUDEHÜLLE
Verbesserung des Komforts im Sommer:
Beschattung durch Fassadenbegrünung

MAßNAHMEN HAUSTECHNIK
Heizung:
Anschluss Fernwärme
Warmwasser: getrennt

TESTIMONIALS
GEBAUT 2015, „Schorsch“ der MA19

MEHR ZUM PROJEKT
www.rataplan.at/projekt/grabnergasse-amtshaus.html

Fotos: © RATAPLAN

Detaillösungen


Die Sanierung eines dicht bebauten gründerzeitlichen Häuserblocks mit vorwiegender Wohnnutzung im 17. Wiener Gemeindebezirk wurde mit der Nutzung von Erdwärme verbunden, die Sonden wurden zum Teil auf öffentlichen Flächen niedergebracht. Für die liegenschaftsübergreifende, nachhaltige Energieversorgung sowie innovativer Mobilitäts-, Begrünungs- und Freiraumkonzepte für die BewohnerInnen.

Der Kostenvergleich für ein Gründerzeithaus für einen Zeitraum von 20 Jahren ergibt, dass die Fortführung der Gas-Heizungen insgesamt vergleichbare Kosten verursacht wie der Umstieg auf das Solar/Erdwärmesonden/Wärmepumpen-System.

Detaillierte Beschreibung: Smart Block Geblergasse


Für Häuser, die nicht an die Fernwärme angeschlossen werden können, sind im städtischen Bereich Wärmepumpen eine bevorzugte Lösung für den Gasausstieg. Effizienter als Luft-Wasser-Wärmepumpen sind Wärmepumpen, die die Wärme aus dem Grundwasser beziehen, das in Wien ganzjährig ohnehin eher zu warm ist (aus ökologischer Sicht).

Grundwasser-Wärmepumpe und Wärmespeicher für Heizkreis und Warmwasserversorgung (links); Grabungsarbeiten Brunnen (rechts)
[Quelle: Andreas Kronberger]


Im Projekt Eberlgasse erfolgt die Wärmebereitstellung für Raumheizung und Warmwasser kombiniert und zentral mit einer Grundwasser-Wärmepumpe im nicht konditionierten Keller. Die Leistung der Wärmepumpe wurde auf 32 kW ausgelegt. Diese speist die erzeugte Wärme in einen 1.000 Liter Lastausgleichsspeicher für den Heizkreis und einen indirekt beheizten 1.000 Liter Warmwasserspeicher ein. Die thermische Nutzung des Grundwassers musste wasserrechtlich bewilligt werden.

Planung Hochbau/Sanierung: Schöberl & Pöll GmbH
Planung Heizung: MANSCHEIN Ing. Siegfried Heizung-Lüftung-Sanitär GmbH
Detaillierte Beschreibung der Sanierung: Sanierung Gründerzeitgebäude Eberlgasse auf Passivhausstandard


Bauordnung
An zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Bauordnungsnovelle LGBl. für Wien Nr. 33/2004 bereits bestehenden Gebäuden dürfen Wärmedämmungen bis 20 cm über Fluchtlinien und in Abstandsflächen sowie in Abstände gemäß § 79 Abs. 5 vorragen. Zur Anbringung einer Wärmedämmung, zur Herstellung einer Hinterlüftungsebene oder einer Kombination dieser Maßnahmen darf bei diesen Gebäuden die bestehende Gebäudehöhe bzw. der oberste Gebäudeabschluss um nicht mehr als 30 cm überschritten werden.

2-lagige Dämmung
Für besonders hohe Dämmstoffdicken eignen sich 2-lagige Dämmungen.
Bei bestehenden Gebäuden ist die Verstärkung eines bestehenden Wärmeschutzes durch das Hinzufügen einer weiteren Schicht eine Möglichkeit, mit dem Vorteil, dass man den bestehenden Wärmeschutz nicht entfernen muss, sondern als Grundlage für eine Verbesserung der Fassadendämmung nutzt.

Zweilagige Fassadendämmung und geschossweiser Brandschutzriegel
[Quelle: Schöberl & Pöll GmbH]


Das Anbringen der Dämmung erfolgte beim Projekt Eberlgasse in zwei Lagen. Die erste Lage mit einer Dicke von 8 cm wurde mittels Montagedübel und Verklebung auf den Bestandsputz fixiert. An diese wurde eine zweite 24 cm dicke Lage in Randwulst-StreifenVerfahren geklebt. Die Montageweise in Kombination mit der versetzten Verlegung der beiden Dämmplatten reduziert montagebedingte Wärmebrückenverluste.

Freie Platzwahl für Radiatoren
Der besonders gute Wärmeschutz des Projekts Eberlgasse macht sich beim Heizungskonzept besonders bezahlt. Die Heizradiatoren mussten nicht im Parapetbereich von Fenstern platziert sein, da im Fensterbereich keine Kaltluft auftritt. Die Heizkörper konnten hier in der Nähe der Verteilschächte platziert werden, beispielsweise über den Türen.    

Planung Hochbau/Sanierung: Schöberl & Pöll GmbH
Baumeisterarbeiten: RA-Bau & Co GmbH
Detaillierte Beschreibung der Sanierung: Sanierung Gründerzeitgebäude Eberlgasse auf Passivhausstandard


Sorgfältiger Einbau
Die Qualität moderner Fenster kommt beim Lärm- und Wärmeschutz nur mit dem richtigen  Einbau voll zum Tragen. Die ÖNORM B 5320 legt die Ansprüche an einen Fenster-Einbau nach dem Stand der Technik fest.

Abschrägung der Dämmung im Bereich der Fensterleibung
[Quelle: Schöberl & Pöll GmbH]


Abschrägung

Hohe Dämmstärken können die Belichtung der Fenster beeinträchtigen. Durch die Überdämmung des Fensterstockes würde es zu einer höheren Laibungs-Verschattung kommen, welche bei mehreren Projekten durch eine leichte Abschrägung der Dämmung im Bereich der Fensterlaibung kompensiert wurde. Die Abschrägung des WDVS führt zu einer Verbesserung der Belichtungssituation und erhöht die jährlichen passiven Solarerträge.

Planung Hochbau/Sanierung: Schöberl & Pöll GmbH
Baumeisterarbeiten: RA-Bau & Co GmbH


Luftdichtheit steigert den Komfort und senkt die Heizkosten
Die Luftdichtheit von Bestandsgebäuden ist oft gering, es zieht nicht nur bei den Fenstern sondern oft auch bei Installationen und Fugen. Beim Projekt Eberlgasse wurden vor der Sanierung Werte bis zu einem 8-fachen Luftwechsel pro Stunde gemessen, nach der Sanierung konnten Werte unter 1 nachgewiesen werden (Blower-Door). 

Fehlendes Weichschott beim Schachtabschluss (links) und Lufteintritt im Bereich der Türzarge (rechts)
[Quelle: Ingenieurbüro Filos]


Ein Nachweis mittels Blower-Door ist ein wesentlicher Teil der Qualitätssicherung. Damit kann unter anderem die Qualität des Fenstereinbaus überprüft werden. Aber auch die Abdichtung bestehender Kaminstränge und Elektroinstallationen hat Bedeutung für Komfort und Energieeffizienz.

Gemeinschaftliche Errichtung und Betrieb einer PV-Anlage ist ein attraktives Modell. Erzeugten Strom selbst zu verbrauchen spart Energiekosten, Netzentgelte und Steuern, überschüssiger PV-Strom kann in Batterien oder als Wärme gespeichert werden – oder ins Stromnetz gespeist zu werden. Der gemeinschaftliche Betrieb ermöglicht eine höhere Eigenverbrauchsquote und damit eine schnellere Amortisation der Anlage.

In Wien zeigt die best-practice Liste von pv-gemeinschaft.at folgende PV-Gemeinschaftsanlagen in Mehrparteienwohnhäusern in folgenden Straßen:  Lavaterstraße, Lorystraße, Kapellenweg, Dittelgasse, Brünnerstraße, Ameisbachzeile.
Dort finden sich auch Informationen zu Anlagengröße, Anzahl teilnehmender Parteien, Abrechnungsmodus.
Diese Anlagen wurden über Wien Energie errichtet.

Sehr informativ, insbesondere auch was die rechtlichen Fragen betrifft, ist die Informationsplattform www.pv-gemeinschaft.at, die gemeinsam vom Bundesverband Photovoltaic Austria, der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich, dem Klima- und Energiefonds und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik initiiert wurde.

Mit der ÖNORM L1136 Fassadenbegrünung sind nun alle Bereiche der Bauwerksbegrünung standardisiert. Um die verschiedenen Arten der Bauwerksbegrünung anschaulich zu zeigen, hat das Innovationslabor „grün statt grau“ MUGLI entwickelt. Der begrünte Container steht von Anfang Juli bis Ende September in der Ahornergasse im 7. Wiener Gemeindebezirk. ExpertInnen erklären im Rahmen dieses Projekts der Agendagruppe „Draußen in Neubau“ , wie Gebäude gut mit Pflanzen ausgestattet werden können, um gegen sommerliche Überhitzung zu wirken.
Eine Ausstellung zeigt und erklärt die verschiedenen Technologien hinter der Begrünung. 

Experten, Projekte und Produkte finden Sie in der Datenbank der Kompetenzstelle für Bauwerksbegrünung, der  GRÜNSTATTGRAU Forschungs- und Innovations GmbH. 

Bild: Essbare Fassade mit KIWIS und Weintrauben in Wien 19, Boschstraße; Tröge, sensorgesteuerte Tropfbewässerung. © RATAPLAN 

Der Luftwechsel muss nach Sanierungen gesichert sein, damit kein Schimmel entsteht. Neue Fenster sind meist dichter als die alten, Innendämmungen können in Verbindung mit einer Lüftungsanlage überhaupt erst machbar sein. 

Ein gut dokumentiertes Beispiel für Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung bei der Sanierung zeigen die 84 Wohnungen der „Franzosenhäuser“ der Neuen Heimat Tirol in Innsbruck:

Das zentrale Lüftungsgerät mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung befindet sich samt der zentralen Verteilung im warmen Dachgeschoss in einem brandabschnittstauglichen Gehäuse.
Das Luftverteilsystem wurde innerhalb der Dämmschicht der Fassade realisiert. Für die Installation der Wohnraumlüftung genügte damit eine Kernbohrung pro Raum, welche im Zuge des Fenstertausches erledigt werden konnte.

Abbildung: Lüftungsstrangschema, Bildquelle: alpSOLAR – Admir Music / Innsbruck

Die Luft wird in den Wohnungen nach dem Prinzip der Kaskadenlüftung verteilt. Die Zuluft geht in die Schlafzimmer, die Abluft wird von Küche und Bad abgesaugt, Flur und Wohnzimmer dienen als Übergangszone (Kaskade).

Projektdokumentation

Kontakt

E: office@qualitätsplattform-sanierungspartner.wien

1060 Wien, Mariahilfer Straße 89/22

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