SMART BLOCK Geblergasse – Das Gute Leben in der dichten bestehenden Stadt

 

„Raus aus Gas“ – ein Weg für den Althausbestand

Wärme- und Kälteversorgung mit Solar- und Geothermie für einen  Häuserblock

Erstmals wurde in der Geblergasse im 17. Wiener Gemeindebezirk für einen Gründerzeit-Häuserblock eine nachhaltige dezentrale Energieversorgung in Angriff genommen. Mit Beginn 2018 erfolgte der Spatenstich für das Pilotprojekt SMART BLOCK . Dabei wurde für einen Althausbestand eine auf Solar- und Geothermieenergie basierende Wärme- und Kälteversorgung schrittweise für einen gesamten Häuserblock umgesetzt.

Mit Photovoltaik wird zusätzlich ein Teil des Anlagenstroms vor Ort bereitgestellt. Die optimale Ausnutzung des PV-Stroms ist durch die gesetzlichen Regelungen eingeschränkt. Durch den einsatz von Hybridkollektoren (Strom und Wärme) sowie einen ausgeklügelten Energieshift wird Sonnenenergie im Sommer im Erdreich in bis zu 120 m Tiefe eingelagert. Die Sonden wurden zum Teil auf öffentlichen Flächen niedergebracht. Der Rücklauf aus dem Boden wird im Sommer zur CO2 freien und nahezu kostenfreien Kühlung der Wohnungen über die Fußbodenheizungen  genutzt. Im Winter wird die Wärme aus der Tiefe für Heizen und Warmwasser wieder verwendet – mit Wärmepumpen und Pufferspeicher –  und mit hoher Energieeffizienz. 

im SMART BLOCK sind mehrerer Miethäuser mittels Anergienetz verbunden, womit die Energie sehr flexibel genutzt werden kann, das System wird durch einen Contractor betrieben (BCE GmbH). Die Heizkosten für das neue System entsprechen bei einem Vollkostenvergleich etwa den Kosten einer nachträglich eingebauten zentralen Erdgasheizung, dem bisherigen Zielstandard im Wiener Altbau.

Das Konzept SMART BLOCK zeigt einen neuen Standard zur Steigerung der Wohnqualität. Dekarbonisierung plus Kühlung als Antwort auf die ökologische Herausforderung und den steigenden Wärmestau in den Städten.

Architekt Zeininger zeigt und erklärt das Projekt  (Video 5:20)
Projektbeschreibung von klimaaktiv/urbaninnovation (pdf)
SMART BLOCK Geblergasse mit Anergie in die CO2-freie energetische Zukunft der bestehenden Stadt (pdf)

© zeininger architekten
staatlich befugte und beeidete Ziviltechniker

Was ist Anergie?
Unter Anergie versteht man in Zusammenhang mit Heizungen jene Form von Energie, deren Temperatur zu gering ist, um damit direkt ein Haus zu heizen oder Warmwasser zu erzeugen, allerdings warm genug, um über eine Wärmepumpe sehr effizient nutzbare Heizwärme oder Warmwasser zu erzeugen, zum Beispiel die natürliche Wärme des Erdbodens, oder die Abwärme aus Klimaanlagen. (sh. auch: BMK)

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