Sanierungsprojekte

 

© Schöberl & Pöll GmbH


GEBÄUDE
Eigentümer:
Brun Immobilien – Verwaltung und Vermittlung
Standort: 1150 Wien, Mariahilfer Straße 182
Gebäudetyp: Gemischt Wohnen/Nichtwohnen
Errichtungsjahr Bestandsgebäude: 1872
Sanierung fertiggestellt: 2018
Bildmaterial: Sanierung Mariahilfer Straße 182

HIGHLIGHTS
Eigene Leistung:
Planung Teilleistung
Welches Problem wurde besonders gut gelöst: EnerPHit Sanierung mit Aerogel Außenwandputz. Erhaltung einer Fassade mit Aerogelputz. Weitere Fassaden mit Hanfdämmung. Dachgeschossausbau in Passivhausneubaustandard. Denkmalschutzkonformer außenliegender Sonnenschutz.

ZIELE
Wünsche des Bauherrn: Nachhaltige Sanierung nach Gasexplosion (2014), Erhalt der Fassade
Motivation für die Sanierung: Zukunftssicherheit
Planungsziel: Nachhaltigkeit und EnerPHit-Zertifizierung (Passivhaus-Sanierung)

PLANUNG: BETEILIGTE ARCHITEKTEN, UNTERNEHMEN
Planung Hochbau/Sanierung: Trimmel Wall Architekten ZT GmbH
Planung HKLS: Baldauf Gebäudetechnik GmbH
Energieausweis: Schöberl & Pöll GmbH
Planung Elektro: BPS Engineering
Bauphysik: Schöberl & Pöll GmbH
Örtliche Bauaufsicht: Trimmel Wall Architekten ZT GmbH

AUSFÜHRUNG: BETEILIGTE UNTERNEHMEN
Baumeisterarbeiten:
Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H.
Zimmerarbeiten: Graf-Holztechnik GmbH
HKLS Installationen: Baldauf Gebäudetechnik GmbH
Fenster, Türen: Felbermayer Fenster GmbH
WDVS: RÖFIX AG
Trockenbau: GARANT BAU GmbH

ANGABEN ZUM GEBÄUDE
Größe (BGF) nach der Sanierung: 2250,1
Bauweise: Massivbau
Monitoring, Verbrauchsdaten nach Sanierung: Ja
Heizwärmebedarf/ vorher [kWh/m2,a]: 114,8
Heizwärmebedarf/ nachher: 7,65
CO2 [CO2/m2,a]: 14,33

MAßNAHMEN GEBÄUDEHÜLLE
Dämmung:
Dämmung „alternativ“
Fensterqualität: Passivhausstandard 3-Scheiben
Besonderheiten, spezielle Lösungen: Erstmalig in Wien: Hochwärmedämmender Aerogelputz: Nachbildung und Renovierung der Zierglieder (Fassade)
Luftdichtigkeitskonzept, (Luftdichtheitstest n50): Planung und Nachweis
Verbesserung des Komforts im Sommer: Außenverschattung (Schutz vor sommerlicher Erhitzung)
Balkon, Terrassen: zugebaut

MAßNAHMEN HAUSTECHNIK
Warmwasser: mit Heizung
Lüftung: Kontrollierte Lüftung zentral
Aufzugeinbau: Ja

MAßNAHMEN ENERGIEEFFIZIENZ UND ERNEUERBARE ENERGIE
Energieeffizienz: Energieeffiziente Haustechnik und Beleuchtung

TESTIMONIALS
Publikation: Vorzeige-Quartierserneuerung hinsichtlich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
Zertifikate, Auszeichnungen: klimaaktiv Gold | EnerPHit Classic | Erster Platz beim Wiener Stadterneuerungspreis 2018 | Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2019 | FIABCI Prix d`excellence Austria 2020, in der Kategorie Altbau

 

© Ing. Andreas Kronberger


GEBÄUDE
Eigentümer:
Robert Liska & Andreas Kronberger
Standort: 1020 Wien, Eberlgasse 3
Gebäudetyp: Mehrfamilienhaus
Errichtungsjahr Bestandsgebäude: 1888
Sanierung fertiggestellt: 2013
Bildmaterial: Sanierung Eberlgasse

HIGHLIGHTS
Eigene Leistung:
Planung und Ausführung gesamt
Welches Problem wurde besonders gut gelöst: Erste Sanierung auf Passivhausstandard in Wien: Sanierung der Fassade auf Passivhausqualität, Einbau Komfortlüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung, Grundwasserwärmepumpe, Photovoltaik. Die Sanierung erfolgte im bewohnten Zustand.

ZIELE
Wünsche des Bauherrn: Gesamtheitliche Sanierung unter Anwendung innovativer technischer und organisatorischer Lösungen
Motivation für die Sanierung: Zukunftssicherheit
Planungsziel: Leitprojekt „Gründerzeit mit Zukunft“
Beratung: Passivhaussanierung

PLANUNG: BETEILIGTE ARCHITEKTEN, UNTERNEHMEN
Planung Hochbau/Sanierung: Schöberl & Pöll GmbH
Planung HKLS: MANSCHEIN Ing. Siegfried Heizung-Lüftung-Sanitär GmbH
Energieausweis: Schöberl & Pöll GmbH
Planung Elektro: GROUP SZ-Elektro Planung
Bauphysik: Schöberl & Pöll GmbH
Örtliche Bauaufsicht: Ing. Andreas Kronberger

AUSFÜHRUNG: BETEILIGTE UNTERNEHMEN
Baumeisterarbeiten:
RA-Bau & Co GmbH
Zimmerarbeiten: PSP Holz GmbH
Fenster, Türen: PSP Holz GmbH
Trockenbau: GARANT BAU GmbH
Weitere Ausführende: RÖDER Albert (Statik) | GROUP SZ-Elektro Planung | WEISGRAM August GmbH (Elektro) | CWE Wohnbau GmbH (Fassade)

ANGABEN ZUM GEBÄUDE
Größe (BGF) nach der Sanierung: 945,47
Bauweise: Massivbau
Monitoring, Verbrauchsdaten nach Sanierung: Erfassung der Ressourcen- und Energieverbrauchsstruktur, Betriebsmonitoring, Vergleich Komfortparameter
Heizwärmebedarf/ vorher [kWh/m2,a]: 178
Heizwärmebedarf/ nachher: 6,92
CO2 [CO2/m2,a]: 13,032

MAßNAHMEN GEBÄUDEHÜLLE
Dämmung:
Dämmung EPS, XPS, Mineralfaser
Fensterqualität: Passivhausstandard 3-Scheiben
Besonderheiten, spezielle Lösungen: Hochwertige Dämmung der Kellerdecke
Luftdichtigkeitskonzept, (Luftdichtheitstest n50): Planung und Nachweis
Verbesserung des Komforts im Sommer: Außenliegende Verschattung der Fenster auf Südseite (Schutz gegen sommerlicher Überhitzung)
Balkon, Terrassen: zugebaut

MAßNAHMEN HAUSTECHNIK
Heizung:
Wärmepumpe Grundwasser
Warmwasser: mit Heizung
Lüftung: Kontrollierte Lüftung mit WRG dezentral
Elektroinstallation und Regelungstechnik: Lastmanagement Erneuerbare und Speicher
Aufzugeinbau: Ja

MAßNAHMEN ENERGIEEFFIZIENZ UND ERNEUERBARE ENERGIE
Energieeffizienz: Hochenergieeffiziente Haushaltsgeräte, Beleuchtung
PV- Anlage, kW Peak: 7,8 kWp
Umweltwärme, Geothermie: Grundwasser-Wärmepumpe
Energiespeicherung, Flexibilität: Wärmespeicher für Heizkreis und Warmwasserversorgung

TESTIMONIALS
Aussagen von NutzerInnen:
Hohe Zufriedenheit durch enge Einbindung (Sanierung im bewohnten Zustand)
Sonstige: Die gesamte Sanierung inkl. Totalsanierungen der Wohnungen erfolgte im bewohnten Zustand. Dabei wurde das Vorhaben eng mit allen BewohnerInnen abgestimmt: Während ihrer einander koordinierten Abwesenheiten (Urlaube) wurde die jeweilige Wohnung saniert.
Publikation: Ermittlung und Evaluierung der baulichen Mehrkosten von Passivhausprojekten
Zertifikate, Auszeichnungen: klimaaktiv Gold (1000 von 1000 Punkten)

 

© Schöberl & Pöll GmbH


GEBÄUDE
Eigentümer:
Dachverband der österreichischen Sozialversicherungen
Standort: 1030 Wien, Kundmanngasse 21
Gebäudetyp: Nichtwohnbau
Errichtungsjahr Bestandsgebäude: 1973
Sanierung fertiggestellt: 2020
Bildmaterial: Sanierung Kundmanngasse

HIGHLIGHTS
Eigene Leistung:
Planung Teilleistung
Welches Problem wurde besonders gut gelöst: Passivhaus-Sanierung, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit

ZIELE
Motivation für die Sanierung:
Zukunftssicherheit
Planungsziele: Energieeffizienz, Modernes Bürogebäude

PLANUNG: BETEILIGTE ARCHITEKTEN, UNTERNEHMEN
Planung Hochbau/Sanierung: Architekten Chaix & Morel et associés (Paris) und Arch. DI Christian Pichler (Wien)
Planung HKLS: ZFG – Projekt GmbH
Energieausweis: Schöberl & Pöll GmbH

AUSFÜHRUNG: BETEILIGTE UNTERNEHMEN
Baumeisterarbeiten:
HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft, ÖSTU-STETTIN Hoch und Tiefbau GmbH u.a.
Zimmerarbeiten: Overtec GmbH
HKLS Installationen: Dipl. Ing. Anton Hofstätter GesmbH

ANGABEN ZUM GEBÄUDE
Größe (BGF) nach der Sanierung: 15152
Bauweise: Massivbau
Monitoring, Verbrauchsdaten nach Sanierung: Ja

MAßNAHMEN GEBÄUDEHÜLLE
Dämmung:
Dämmung „alternativ“
Fensterqualität: Passivhausstandard 3-Scheiben
Luftdichtigkeitskonzept, (Luftdichtheitstest n50): Planung und Nachweis

MAßNAHMEN HAUSTECHNIK
Heizung:
Anschluss Fernwärme
Warmwasser: mit Heizung
Kühlung: Free Cooling Erdsonden
Lüftung: Kontrollierte Lüftung mit WRG zentral
Elektroinstallation und Regelungstechnik: Lastmanagement
Aufzugeinbau: Ja, mit Energierückgewinnung

MAßNAHMEN ENERGIEEFFIZIENZ UND ERNEUERBARE ENERGIE
Energieeffizienz: Nullenergie
PV- Anlage, kW Peak: 148,24 kWp

Detaillösungen


Für Häuser, die nicht an die Fernwärme angeschlossen werden können, sind im städtischen Bereich Wärmepumpen eine bevorzugte Lösung für den Gasausstieg. Effizienter als Luft-Wasser-Wärmepumpen sind Wärmepumpen, die die Wärme aus dem Grundwasser beziehen, das in Wien ganzjährig ohnehin eher zu warm ist (aus ökologischer Sicht).

Grundwasser-Wärmepumpe und Wärmespeicher für Heizkreis und Warmwasserversorgung (links); Grabungsarbeiten Brunnen (rechts)
[Quelle: Andreas Kronberger]

Im Projekt Eberlgasse erfolgt die Wärmebereitstellung für Raumheizung und Warmwasser kombiniert und zentral mit einer Grundwasser-Wärmepumpe im nicht konditionierten Keller. Die Leistung der Wärmepumpe wurde auf 32 kW ausgelegt. Diese speist die erzeugte Wärme in einen 1.000 Liter Lastausgleichsspeicher für den Heizkreis und einen indirekt beheizten 1.000 Liter Warmwasserspeicher ein. Die thermische Nutzung des Grundwassers musste wasserrechtlich bewilligt werden.

Planung Hochbau/Sanierung: Schöberl & Pöll GmbH
Planung Heizung: MANSCHEIN Ing. Siegfried Heizung-Lüftung-Sanitär GmbH
Detaillierte Beschreibung der Sanierung: Sanierung Gründerzeitgebäude Eberlgasse auf Passivhausstandard


Bauordnung
An zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Bauordnungsnovelle LGBl. für Wien Nr. 33/2004 bereits bestehenden Gebäuden dürfen Wärmedämmungen bis 20 cm über Fluchtlinien und in Abstandsflächen sowie in Abstände gemäß § 79 Abs. 5 vorragen. Zur Anbringung einer Wärmedämmung, zur Herstellung einer Hinterlüftungsebene oder einer Kombination dieser Maßnahmen darf bei diesen Gebäuden die bestehende Gebäudehöhe bzw. der oberste Gebäudeabschluss um nicht mehr als 30 cm überschritten werden.

2-lagige Dämmung
Für besonders hohe Dämmstoffdicken eignen sich 2-lagige Dämmungen.
Bei bestehenden Gebäuden ist die Verstärkung eines bestehenden Wärmeschutzes durch das Hinzufügen einer weiteren Schicht eine Möglichkeit, mit dem Vorteil, dass man den bestehenden Wärmeschutz nicht entfernen muss, sondern als Grundlage für eine Verbesserung der Fassadendämmung nutzt.

Zweilagige Fassadendämmung und geschossweiser Brandschutzriegel
[Quelle: Schöberl & Pöll GmbH]


Das Anbringen der Dämmung erfolgte beim Projekt Eberlgasse in zwei Lagen. Die erste Lage mit einer Dicke von 8 cm wurde mittels Montagedübel und Verklebung auf den Bestandsputz fixiert. An diese wurde eine zweite 24 cm dicke Lage in Randwulst-StreifenVerfahren geklebt. Die Montageweise in Kombination mit der versetzten Verlegung der beiden Dämmplatten reduziert montagebedingte Wärmebrückenverluste.

Freie Platzwahl für Radiatoren
Der besonders gute Wärmeschutz des Projekts Eberlgasse macht sich beim Heizungskonzept besonders bezahlt. Die Heizradiatoren mussten nicht im Parapetbereich von Fenstern platziert sein, da im Fensterbereich keine Kaltluft auftritt. Die Heizkörper konnten hier in der Nähe der Verteilschächte platziert werden, beispielsweise über den Türen.    

Planung Hochbau/Sanierung: Schöberl & Pöll GmbH
Baumeisterarbeiten: RA-Bau & Co GmbH
Detaillierte Beschreibung der Sanierung: Sanierung Gründerzeitgebäude Eberlgasse auf Passivhausstandard


Sorgfältiger Einbau
Die Qualität moderner Fenster kommt beim Lärm- und Wärmeschutz nur mit dem richtigen  Einbau voll zum Tragen. Die ÖNORM B 5320 legt die Ansprüche an einen Fenster-Einbau nach dem Stand der Technik fest.

Abschrägung der Dämmung im Bereich der Fensterleibung
[Quelle: Schöberl & Pöll GmbH]


Abschrägung

Hohe Dämmstärken können die Belichtung der Fenster beeinträchtigen. Durch die Überdämmung des Fensterstockes würde es zu einer höheren Laibungs-Verschattung kommen, welche bei mehreren Projekten durch eine leichte Abschrägung der Dämmung im Bereich der Fensterlaibung kompensiert wurde. Die Abschrägung des WDVS führt zu einer Verbesserung der Belichtungssituation und erhöht die jährlichen passiven Solarerträge.

Planung Hochbau/Sanierung: Schöberl & Pöll GmbH
Baumeisterarbeiten: RA-Bau & Co GmbH


Luftdichtheit steigert den Komfort und senkt die Heizkosten
Die Luftdichtheit von Bestandsgebäuden ist oft gering, es zieht nicht nur bei den Fenstern sondern oft auch bei Installationen und Fugen. Beim Projekt Eberlgasse wurden vor der Sanierung Werte bis zu einem 8-fachen Luftwechsel pro Stunde gemessen, nach der Sanierung konnten Werte unter 1 nachgewiesen werden (Blower-Door).

Fehlendes Weichschott beim Schachtabschluss (links) und Lufteintritt im Bereich der Türzarge (rechts)
[Quelle: Ingenieurbüro Filos]


Ein Nachweis mittels Blower-Door ist ein wesentlicher Teil der Qualitätssicherung. Damit kann unter anderem die Qualität des Fenstereinbaus überprüft werden. Aber auch die Abdichtung bestehender Kaminstränge und Elektroinstallationen hat Bedeutung für Komfort und Energieeffizienz.

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