Intern

Hier erfahren Unternehmen interne Entwicklungen, finden Unterlagen zu den Veranstaltungen, eine Anleitung für Sanierungskonzepte und wie sie mit einer Mitgliedschaft präsent werden.

Mit der Sanierungsoffensive „WIR SAN WIEN“ der Stadt Wien werden Wohngebäude und ganze Grätzl erneuert. Der Gebäudebestand soll bis 2040 öl- und gasfrei werden. Tausende Wohneinheiten müssen zusätzlich jährlich saniert werden. Die Nachfrage nach Alternativen zur Gasversorgung ist seit dem Krieg gegen die Ukraine enorm gestiegen.

In Beratungen der zentralen Beratungsstelle der Stadt Wien, HAUSKUNFT, wird oft nach Empfehlungen für Sanierungspartner gefragt. Diese Plattform zeigt vielfältige Angebote, setzt auf Information und Qualität und wird so zur Kommunikationsplattform für die Gebäudesanierung.

Die Qualitätsplattform wurde als unabhängiger Verein gegründet und verfolgt
drei wesentliche Ziele:

1

Sanierungswillige orientieren sich und finden geeignete Partner für ihr Projekt.

2

Anbieter stellen sich und ihre Projekte dar und finden Kunden. Qualität ist Thema.

3

Untereinander und gewerkeübergreifend tauschen sich die Anbieter aus.

Die Plattform lebt!

Grundlagen des Vereins

Das EU Projekt RenoBooster ermöglichte den Aufbau dieser Plattform. Im Jänner 2021 wurde ein Verein als unabhängiger Träger der Aktivitäten angemeldet. Die Ausrichtung finden Sie in den Vereinsstatuten.

Vorstand und Rechnungsprüfung haben  Vertreter*innen aus den Bereichen Planung, Ausführung und Herstellung übernommen,  siehe Impressum.

Der Grundstein ist gelegt, die weitere Entwicklung bestimmen die Mitglieder. Eine Ausweitung ist in Vorbereitung. 

Rat & Tat: Diese Qualitätsplattform ergänzt das Beratungsangebot HAUSKUNFT sowie des Kompetenzzentrums Erneuerbare Energie der Stadt Wien. Sie wird dort ausdrücklich empfohlen, wenn es um die Umsetzung von Sanierungsprojekten geht!

Aktivitäten

Unterlagen

Diskussion


Gesucht werden Anbieter für:

Bereits das Erstellen eines Sanierungskonzepts wird ab nun mit bis zu 5.000 Euro und mit bis zu 50 Prozent der nachgewiesenen Kosten gefördert: Förderung eines Sanierungskonzeptes für Wohngebäude; Richtlinie Version 30/4/2021. Für die Erstellung eines Sanierungskonzeptes, samt der dafür notwendigen Beilagen, sind ZiviltechnikerInnen, BaumeisterInnen, technische Büros der entsprechenden Fachrichtungen zugelassen.

Die Qualitätsplattform präsentiert Anbieter im Bereich der Planung, die die folgenden Anforderungen der Verordnung erfüllen – mit besonderen Qualitätsansprüchen: 

  • Bestandsaufnahme und Bauteilfeststellung (detaillierte Darstellung der Wand-, Decken- und Dachaufbauten) mit Dokumentation der thermischen und haustechnischen Gebäudequalität (oberste Geschoßdecke/Dach, Außenwand, Fenster, Kellerdecke, Kellerwände, Fundament, Heizsystem etc.) auf Grundlage einer Vor-Ort-Besichtigung (Fotodokumentation und Besichtigungsprotokoll)
  • Energieausweise (Bestand/Sanierung) mit vollständigem Anhang und Bauteilermittlung gemäß OIB-Richtlinie 6, April 2019.
  • Nachweis über die Einpflegung des Bestandsenergieausweises in die WUKSEA-Datenbank (Wiener unabhängiges Kontrollsystem für Energieausweis)
  • Darstellung thermischer Sanierungsmaßnahmen (oberste Geschoßdecke / Dach, Außenwand, Fenster, Kellerdecke etc.)
  • Darstellung von Maßnahmen zur Sicherstellung bez. Verbesserung der Sommertauglichkeit (insbesondere außenliegende Verschattung)
  • Darstellung haustechnischer Sanierungsmaßnahmen (Heizkessel, Dämmung der Leitungsführung, Prüfung des Einbaus von Strangregulierventilen, hydraulischer Abgleich, Absenkung von Vor- und Rücklauftemperaturen, Prüfung des Einsatzes sinnvoller Mess- und Regelungstechnik etc.)
  • Maßnahmen für den Einsatz erneuerbarer Energie bzw. Nachweis über die Prüfung des Potentials für die Erzeugung erneuerbarer Energie; Hinweis:
  • Kostenschätzung der Sanierung- bzw. Sanierungsvarianten (prüfbare und nachvollziehbare Aufstellung der Kosten)
  • Empfehlungen zur Umsetzung (insbesondere sinnvolle zeitliche Abfolge für den Fall einer schrittweisen Umsetzung)
Optional:
  • Darstellung von zusätzlichen, über thermisch-energetische Maßnahmen hinausgehende, Sanierungsmaßnahmen (z.B. Erhaltungsarbeiten, Begrünungs- und Entsiegelungsmaßnahmen, Balkonzubauten,
  • Schaffung von barrierefreien Erschließungen, DG-Ausbauten, usw.) Darstellung möglicher Förderungen (Bund, Land etc.)

Diese Qualitätsplattform präsentiert Anbieter, die die o.a. Anforderungen eines geförderten Sanierungskonzepts erfüllen können und in ihrem Leistungsangebot abdecken.

Die Herangehensweise und das Leistungsspektrum der Anbieter sind individuell verschieden, damit werden auch die Sanierungskonzepte und deren Kosten unterschiedlich sein. Die maximale Fördersumme ist jedenfalls keine Aussage über maximale Kosten eines Sanierungskonzepts.

Die Qualitätsplattform hat eine Mustervorlage als Orientierungshilfe für die Erarbeitung von Sanierungskonzepten erarbeitet und stellt diese hier zur Verfügung. 

Neue Herausforderungen

Die folgenden Punkte sollen verdeutlichen, worauf es ab jetzt – zusätzlich zu den vielfältigen Anforderungen einer Sanierung –  besonders ankommt: 
 

1 Das Gebäude für die Dekarbonisierung vorbereiten. Umfassende Sanierungskonzepte zeigen die konkreten Möglichkeiten für den Umstieg von fossilen Heizsystemen zu klimaverträglichen Heizsystemen bis spätestens 2040.

2 Energie- bzw. Renovierungsausweis: Der Energieausweis ist Teil eines umfassenden Sanierungskonzepts und basiert auf Bedarfsenergiekennzahlen, die unter normierten Randbedingungen (Klima, Nutzung) ermittelt werden. Da mit Energieausweis-Berechnungsprogrammen auch Sanierungsvarianten mit individuellen Nutzungsprofilen (Belegungsdichte, Präsenz, Hygieneansprüche, Komfortansprüche) berechnet werden können, liegt dann ein individueller Fahrplan für die (schrittweise) Renovierung eines Gebäudes vor, der als Renovierungsausweis bezeichnet werden kann (siehe auch OIB Richtlinie 6).

3 Förderungsabwicklung: Kunden sollen auf alle Fördermöglichkeiten zur Sanierung hingewiesen werden und in der Förderabwicklung unterstützt werden. Die zentrale Beratungsstelle HAUSKUNFT bietet Ihnen als Planende dazu eine Zusammenarbeit an.

4 Energieplanung: umfassende Sanierungskonzepte sollen in jedem Fall die Optionen für die fossilfreie Beheizung darstellen. Eine Grundlage ist die Auswertung der aktuellen Energieraumpläne. Geklärt werden im Sanierungskonzept folgende Optionen:

Fernwärmeanschluss: Tiefe Geothermie wird die Fernwärme in Zukunft zu einem großen Teil speisen. Ein Anschluss ist somit aus ökologischer Sicht empfehlenswert, die Möglichkeiten am Ort werden bei Fernwärme Wien erhoben. 

Solarenergie: Erhebung aller grundsätzlich geeigneten Flächen, basierend auf dem Wiener Solarpotentialkataster. PV-Flächen auf Gebäuden sind in jedem Fall von Interesse, unabhängig vom Verbrauch, ggf. kann eine Energiegemeinschaft vorteilhaft sein. Auch  Fassadenflächen, die in den Wintermonaten Sonne haben sind von Interesse, Orientierung Ost, Süd, West, inkl. Balkonbrüstungen; mögliche Überbauung von Parkplätzen. Die PV Flächen werden planlich dargestellt. > Standort und Klima „jährliches Solares Einstrahlungspotential auf Dach und Fassade“. Hilfreich sind Hinweise zu statischen und bautechnischen Fragen bei Installation von Solaranlagen. Bei geeignetem Nutzungsprofil auch Solarthermie in Betracht ziehen.

Geothermie:  Ob am Standort ausreichend  “Erdwärmepotential” zur Bereitstellung von Raumwärme und -kälte sowie zur optionalen saisonalen Wärmespeicherung vorhanden ist, wird mit dem Erdwärmepotentialkataster festgestellt. In Frage kommt  Wärmepumpenbeheizung sowie Kühlbetrieb.
Die Möglichkeit für Tiefenbohrungen könnten unter Berücksichtigung der erforderlichen Abstände sondiert werden. Orientierungswerte zur Anzahl und Tiefe der Bohrungen, Entzugsleistung und Leistung der Wärmepumpe im Falle einer thermischen Sanierung entsprechend OIB-Vorgabe finden sich im Projekt AnergieUrban.

Abwärme: die Abwärmepotentialkarte der Stadt Wien zeigt, ob es in der Nähe ein interessantes  Abwärmepotential gibt, das z.B. in ein Anergienetz eingespeist werden könnte.

Überdimensionierung bei Wärmepumpen vermeiden: Da Wärmepumpen nun zur Standard-Technologie in der Sanierung werden und Überdimensionierungen aus div. Gründen üblich sind, raten wir,  rechtzeitig auf die Empfehlungen von e7 und MA20 zu achten (Fachartikel, Studie).

5 Klimaanpassung: Die Sicherung der Sommertauglichkeit soll auch in der Sanierung zum Standard gehören, für Berechnung weisen wir hier auf die Methode der ÖNORM B 8110-3:2020 (Gesamtenergiedurchlassgrad gtot) hin.

6 E-Mobil-Ladeinfrastruktur: Erhebung der Anschlussmöglichkeiten, voraussichtlich erforderliche Gesamt-Ladeleistung und Leistungsreserve des Hausanschlusses erheben, Möglichkeiten eines lokalen Lastmanagementsystems, Vorschlag einer Gesamtlösung

7 Mögliche Organisationsformen: Erhebung der grundsätzlich möglichen (innovativen) Varianten für Errichtung, Betrieb und Finanzierung Erneuerbarer-Energie-Anlagen. Beispiele:
Energiespar-Garantie-Projekte (siehe DECA,  Interessensvertretung der österreichischen Energiedienstleister),
Errichtung einer Erneuerbare Energiegemeinschaft (siehe Österreichische Koordinationsstelle für Energiegemeinschaften)

Anbieter im Bereich der ausführenden Unternehmen können sich auf der Qualitätsplattform präsentieren, wenn sie sich zu den einschlägigen energie- und klimarelevanten Qualitätsstandards ihrer Branche bekennen, diese erfüllen, die Charta unterzeichnen und mindestens ein geeignetes Referenzprojekte vorweisen können. Beispiele für relevante Qualitätsstandards:

  • Qualitätsmanagement nach ISO 9001
  • Betrieb beschäftigt Zertifizierte Fachverarbeiter/-in für Wärmedämmverbundsysteme‘ 
  • zertifizierter Wärmepumpeninstallateur
  • zertifizierter PV-Techniker
  • klimaaktiv Kompetenzpartner
  • weitere Qualitätsnachweise nach Vereinbarung anerkennbar 

Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. 



Mitglied werden

Senden Sie Ihre Interessenbekundung an: office@qualitätsplattform-sanierungspartner.wien
Diese sollte Folgendes beinhalten:

  1. Information zu Ihrem Angebot zur Veröffentlichung auf der Qualitätsplattform Sanierungspartner, nutzen Sie dazu bitte unsere Firmendaten-Vorlage,
  2. ein bis drei Referenzbeispiele von Gebäudesanierungen, an denen Sie mitgewirkt haben und wo Ihr Beitrag und Ihre besonderen Qualitäten erkennbar sind. Nutzen Sie dazu möglichst die Referenzbeispiel-Vorlage (kann auch nachgereicht werden),
  3. die unterschriebene Charta, welche die Vereinbarung zur Mitwirkung in der Qualitätsplattform darstellt

Die Mitgliedschaft ist derzeit mit keinen Kosten verbunden, der bisherige Aufbau der Plattform wurde durch ein EU-Projekt unterstützt, ab 2024 ist ein moderater Mitgliedsbeitrag vorgesehen, dessen Höhe noch festgelegt wird.

 

Service für Mitglieder

Die Qualitätsplattform bringt einen klaren Nutzen für alle Beteiligten:

  • Als Bauschaffende präsentieren sie ihr Angebot auf der unabhängigen Plattform für zukunftsorientierte, umfassende Sanierung.

  • Durch die Öffentlichkeits- und Beratungsarbeit von HAUSKUNFT und Zentrum für Erneuerbare Energie werden GebäudeeigentümerInnen und Hausverwaltungen auf die gegenständliche Webseite und Ihr Unternehmen aufmerksam gemacht.

  • Die Qualitätsplattform hat einen “Direkten Draht” zur Wiener Sanierungsoffensive, zur optimalen Nutzung von Förderungen, zur Verbesserung von Abläufen

  • Sie finden Kooperationspartner, um die vielfältigen Anforderungen umfassender Sanierungen zu erfüllen.
  • Erfahrungsaustausch mit der Möglichkeit, gemeinsam Entwicklungen anzustoßen und Informationsveranstaltungen
  • Etablierung, Anwendung und Weiterentwicklung von praktikablen Qualitätsstandards
  • Feedback zur laufenden Weiterentwicklung des Angebotes

Das Service wird sich je nach dem Interesse der Mitglieder entwickeln.

Anforderungen an Mitglieder

  • Bereitstellen von Information über das Unternehmen und die einschlägigen Aktivitäten
  • Einverständnis mit den Grundsätzen des Vereins (Statuten), der Beitritt erfolgt mit Unterzeichnung der Charta
  • Beteiligung an allfälligen Aktivitäten des Vereins entsprechend den Möglichkeiten des Unternehmens
  • Damit die Plattform aktuell bleibt, wird der Verein überprüfen, wie das Mitglied im Sinne der Vereinsziele agiert hat und an welchen  qualitätsvollen Sanierungen es mitgewirkt hat.


Fragen klären wir am besten persönlich :

Kontakt

E: office@qualitätsplattform-sanierungspartner.wien

1060 Wien, Mariahilfer Straße 89/22

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